2015

Italien 29. Mai bis 6. Juni 2015
Insgesammt haben wir eine Strecke von 4’000 km ? zurückgelegt.

 

Nussbaumen - Bobbio


Bobbio - Fiviziano


Donnerstag 28. Mai Nussbaumen - Bobbio

Endlich ist es 28. Mai geworden. Wie immer ist um 8.00 Uhr bei Roland Treffpunkt mit Kafi und Gipfeli von Sandy.

Das Wetter stimmt, zwar noch kühl aber die Sonne scheint und macht somit den kalten und nassen Mai vergessen.

Um ca. 9.00 Uhr geht's los! Durch den Gotthardtunnel Richtung Süden. Bis Biasca ist es noch ziemlich kühl auf dem Töff. Dann wird es angenehm!

Mittagrast wollen wir bei Res auf dem Campingplatz halten, er hat telefonisch vorbestellt. Doch! Ausfahrt Melide ist gesperrt, also via Mendrisio den Platz anfahren.

Doch da steht mitten auf der Strasse die Polizei! Die lässt uns nicht durch. Das Giro d' Italia ist auf dieser Strecke zugegen. Trotz Diskussionen ergibt sich keine Möglichkeit!

Das bestellte Essen muss ausgelassen und abgesagt werden. Wir fahren also weiter nach Italien über den Nebenzoll bei Novanzzano.

Gutes Essen kurz nach der Grenze mit teilweise herrlichen Aussichten!!!

Via Autobahn bis Pavia. Vorbei an Maringnagno, und über Stradella gelangen wir an den Fuss der Appeninen. Über eher schlechte Strassen geht es hinauf in die Berge und schliesslich via Penice-Pass nach Bobbio.

Hotelbezug im „Gardina", ein kühles Bier, dann Essen und den Abend im Garten geniessen. Eine Runde zu Fuss um den Dorfplatz, ein, zwei Ramazotti, dann geht es verhältnismässig früh zu Bett!

Freitag 29. Mai Bobbio - Fiviziano

Zum Frühstück treffen wir uns ab 8.00 Uhr. Typisch italienisch fällt dies heute Morgen aus! Trotzdem gut verpflegt geht es um ca. 9.00 Uhr weiter. Als Etappenziel haben wir heute Lucca anvisiert. Weiter geht es hinauf durch das Val Tidona auf schönen Strassen.

Bald verlassen wir das Tal und wollen quer über die Berge nach Borgo im Val Taro an den Fuss des Cisa-Passes!

Ganz einsam fahren wir auf zwar schmalen, aber dennoch schönen Strassen. Doch irgendwann landen wir in Oltone, das wieder im Val Tidano liegt.

Beim Kaffeehalt (mit Bederdigung) ändern wir halt die Route und fahren Richtung Genova/ La Spezia!

Der Abstecher in die oberste Lage der Apeninen ist eindrücklich und schön, auch wenn das Etappenziel nun, mit der Schleife an die Ligurische Küste, zeitlich nicht mehr erreicht werden kann!

Entlang der Küste geht es per Autobahn via La Spezia nach Aulla, dann wieder auf normalen Strassen hinauf nach Fiviziano wo wir ganz abgeschieden in einem Albergo „all inklusive" für ganze 400 Euro nächtigen, essen und den Durst löschen!

Samstag 30. Mai Fiviziano - Prato

Es ist noch kühl an diesem schönen Morgen, als es wieder Richtung Toskana losgeht. Zuerst noch über schön geschwungene Passtrassen, die bald enger und holpriger werden, geht es hinauf bis auf 1800 m. Die vielen nötigen Schaltwechsel setzen der V-Max von Res etwas zu! Die Kupplung will nicht mehr so recht. Das Problem wird von Res zusammen mit Dolmetscher Alessio aber an einer Tankstelle durch „entlüften" behoben, die anderen machen Siesta!

Auf umso schöneren Strassen geht es talwärts Richtung Pistoia an den oberen Rand der Toscana.leichter Wind aber angenehme Temperaturen lassen uns das „Biken" richtig geniessen!

Wie immer verpflegen wir uns unterwegs reichlich und gut, um bei Kräften zu bleiben. Von der grossen Ebene die bei Pistoia beginnt, geht nochmals hinauf in die Berge. Durch den Cantagallo Nationalpark, über Hügelzüge und durch enge Talschaften fahren wir in die Wildnis!

Unterwegs zweifeln wir, ob uns das Navi wohl wieder in die Zivilisation zurückbringen wird!!! Nach intensiven Kartenstudium entscheiden wir „autonom", wo's weiter lang geht!!

Endstation ist heute Prato wo wir im „Roma" ein Appartement beziehen.

Auf der grossen Piazza gibt es heute Pizza und Caprese!

Mit einem kleinen Bummel durch die Gassen der Altstadt (mit ein zwei Stop-over's) beschliessen wir einen weiteren eindrücklichen Reisetag.

Sonntag 31. Mai Prato - Marina di Bibbona

Frühstück gibt es heute im Cafe mit Pasticceria in der Nähe des „Hotel's".

Gegen 9.30 Uhr geht es durch die Ebene Richtung Florenz und ins Chianti­ Gebiet. Durch das Stadtgebiet von Florenz, mit schon starkem Verkehr, geht es dann ein Stück entlang des Arno nach Greve. Jetzt haben wir die Toscana, so wie man sie sich immer vorstellt, erreicht.

Auch die Wärme nimmt zu! Auf guten und breiten Strassen geht es via Greve und Volterra durch's Chianti, Richtung Bibbona di Marina. Dort werden wir für die nächsten drei Tage unser Lager im Hotel Flora beziehen.

In Plazza, idylisch auf einem Hügel , etwas abseits der Hauptstrasse gelegen, findet Sandy mit seinem eindrücklichen Pausensinn, ein wunderschönes Ristorante. Hier wird das erste toskanische Plättli kredenzt!

Weiter geht es durch die hügelige Landschaft. Bald gelangen wir nach Volterra, das fast majestätisch zuoberst auf einen Berg trohnt, Hier wird nun ein Gelatihalt eingelegt und auch Flüssigkeit aufgefüllt, denn es ist heissl!

Frisch gestärkt geht es nun noch hinunter an die Küste zu unserem Stützpunkt Hotel Flora in Bibbona.

Am Abend geht es per Taxi auf das Sassicaia-Weingut zu einem feinen Nachtessen mit Degustation! Diese fällt aber echt enttäuschend aus! („Touris")

Das „Guet-Nacht Bier“ zurück im Dorf darf auch heute nicht fehlen!

Montag 1. Juni 1. Rundtour

Gut verpflegt geht es um 9.00 Uhr auf unsere erste Rundtour durch das toscanische Hinterland!

Über Sasseta geht es Richtung Massa Marittima. Doch schon nach den ersten gefühlten 1000 Kurven hinauf ins Bergland, machen sich Probleme bei Sandy's Elektra mit der Kupplung bemerkbar.

Der Versuch einen Harley-Händler zu erreichen (bei brütender Hitze) scheitert, da heute Montag ist und der Dealer in Livorno geschlossen hat.

Also fahren wir weiter und stellen dabei fest, dass sich der Kupplungsschaden bei kühlerer Maschine nicht als wirklich gravierend herausstellt. Nach längerer Pause in Venturina geht es wieder in die Berge über den Monterotondo nach Chianni, Val d'Elsa und das Val Cecina wieder hinunter an die Küste.

Die Strassen sind heute sehr genussvoll mit langgezogenen Kurven auf der Hochebene, dann mit vielen Varianten Bergauf und Bergab!

Da wir keinen Fahrstress wollen, sind unsere Etappen in der Toscana bewusst etwas kürzer als bei anderen Touren, also ab in kurzen Hosen zum Apéro an die Strandbar!

Zum Nachtessen bleiben wir heute an unserem Ort in Marina di Bibbona! Im Dörfchen finden wir ein nettes Ristorante, wo unser Hunger (und G'luscht) entsprechend gestillt wird.

Auch prüfen wir das Sprichwort „In Vino veritas“!

Dealer gesucht I

Via Domenica klappt

Alles I

Dienstag 2. Juni 2. Rundtour

Heute Morgen geniessen wir für einmal das Frühstück in aller Ausgiebigkeit.

Gemütlich sitzen wir vor dem Hotel und lassen uns von der „Italianita" etwas verführen! Da in Italien heute Feiertag ist, hat der HD-Dealer in Livorno geschlossen, also kann Sandys Electra erst morgen zur Reparatur!

Entsprechend „spät" geht es deshalb heute auf unsere Maschinen. (Roli und Urs machen heute Pause).

Über Riparbella geht es durch das küstenseitige Vorgebirge nach Casiana Terme weiter nach Chianni wo wir im Top-Restaurant „Gallo" mit wunderbarem Ausblick Mittagsrast halten.

Nach ausgiebiger Pause fahren wir durch das Val d'Elsa hinauf zum Val di Cecina, welches uns Richtung Montecatini und schliesslich via Guardistallo und Casale Marittimo wieder hinunter Richtung Meer und Hotel zurück führt.

Nach ein bis zwei Fyrobig-Bier geht es, nach dem duschen, heute wieder zu Fuss, in eine Pizzeria mit grossem Garten.

Topessen für Alle und auch heute wieder einen guten roten Tropfen kennengelernt. (Diese Reise ist sehr lehrreich!!!)

Gemütliches Beisammensein bis Mitternacht!

Mittwoch 3. Juni Livorno Umgebung

Heute geht es nun endlich nach Livorno.

Auf der SS 1 geht es im „Direkten" zur Reparaturstelle. Nach einigem Suchen finden wir dann auch (ohne Navi) HD-Livorno. Nachkurzen Erklärungen wird uns bestätigt, dass die Kupplung gewechselt werden müsste!! Also lassen wir die Maschine hier und fahren ins Vorland von Livorno, wobei nun Sandy die Führungsqualitäten, vom Sozius bei Eugen, weiter unter Beweisstellt. Wir fahren entlang von schier endlosen Zäunen der Militärbasis Livorno, Richtung Marina di Pisa.

Mittagessen in einer Strandbeiz.

Jetzt geht es durch Hinterland zum Santuario di Montenero wo wir nebst „Gelato" auch die herrliche Aussicht über Livorno geniessen. Wir beschliessen, dem HD-Händler nochmals eine Aufwartung zu machen, um sicher zu sein, dass die Maschine bald fertig ist. Wir müssen feststellen, dass noch gar nichts geschehen ist! Es wird uns versprochen, am nächsten Morgen damit fertig zu sein. Also kehren wir halt ohne Sandy's Electra in unser Hotel zurück.

Nach einer ausgiebigen kühlenden Dusche und einem obligaten „nach-Tour-Bier" geht es mit unseren Bikes nach Bolgheri.

Im Granajo finden wir Platz und geniessen unseren letzten Abend in der Toscana bei gutem Essen und hervorragendem Wein!

Nach kurzer Rückfahrt zum Hotel gibt es noch ein Bier und Ramazotti an der Hotelbar.

Donnerstag 4.Juni Marina di Bibbona - Maranello

Zeitiges Frühstück, alles auspacken, dann geht's los, leider schon wieder Richtung Norden.

Wir fahren direkt nach Livorno um die Elektra abzuholen.

Schon bald nach der Ankunft ist alles geregelt und wir können zur eigentlichen Tagesetappe starten.

Auf geht es Richtung Firenze, doch nicht weit!!

Bereits nach etwa 25 Kilometern bemerkt Sandy, dass etwas an der Kupplung immer noch nicht stimmt. Nachkurzer Beratung fahren Alessio und Sandy zurück, während wir auf der SP 5 weiterfahren um irgendwo einen guten Warteplatz zu finden.

Nacheiniger Zeit hören wir per Telefon, dass nichts repariert werden kann (keine Teile}, also so gefahren werden muss. Eugen lotst die Beiden via Autobahn an einen Kreuzungspunkt bei Pontedra Süd. Schon bald sind beide Gruppen an der ersten Raststätte nach dem „abgemachten" Autobahnkreuz!

Dochoha! Autobahn und Super-Nationalstrasse sínd nicht das Gleiche!

Also nächster Treffpunkt=1.Raststätte auf der A1 Richtung Bologna, nachdem Kreuz Firenze!

Auch das klappt nicht ganz! Infolge einer Baustelle übersieht Eugen diese Raststätte und so ist halt die 2.Raststätte, (etwa 40 Kilometer weiter) für Ihn die Erste! Wieder telefonieren und abstimmen. Dann sind wir, jede Gruppe für sich gut verpflegt, wieder vereint.

Nun geht es wieder weg von der Autobahn auf schöne Bergstrassen durch díe Apeninen Richtung Bologna. Kurz vor der Stadt biegen wir links ab und fahren durchs noch leicht hügelige Vorland bis nach Maranello, auch Ferrari City genannt! Im Hotel Domus beziehen wir unser Nachtlager. Auf der Piazza Liberta finden wir nach der „freundlichen Bedienung" im Hotelrestaurant einen versöhnlichen Abschluss in einer lässigen Strassenbeiz.

Freitag 5.Juni Maranello - (Livigno) Saronno!

Nach dem Frühstück brechen wir auf, um die Po-Ebene zu durchqueren und Richtung Lago d'Iseo in den gebirgigen Teil der Lombardei zu fahren. Vorbei an der Keramikstrasse von Sassuolo fahren wir Richtung A22 hinauf gegen Verona.

Doch wir kommen nicht weit! Schon knapp 30 Kìlometern fehlt unser Besenmann! Nach einigem Hin- und Her-telefonieren ist klar, das Bike von Urs ist hinüber!

Nach etlichen Staffettenfahrten, finden wir uns alle wieder. Den Abschleppdienst hat Alessio bereits organisiert, sodass der Töff schnell verladen ist und zu einem nahen BMW-Händler gebracht werden kann. Bleibt nur noch das Problem von Roli, welcher an der letzten Zahlstelle der AS kein Ticket gezogen hat (Geduld, Geduld)! Schliesslich löst Alessio auch dieses Problem und wir fahren zur BMW-Garage um Urs abzuholen.

Im nahen Coreggio finden wir rasch den Händler. Wir verteilen die Sachen von Urs auf alle Maschinen. Eine Weiterfahrt mit der GS ist nicht möglich, Kardan ist im Eimer. Urs ist nun Sozius bei Sandy.

In der Innenstadt verpflegen wir uns und geniessen die Kühle im Inneren des Cafe/ Ristorante an diesem sehr heissen Tag.

Wir beraten, welche Strecke denn nun gefahren werden soll. Wir entscheiden uns für den direkten Weg Richtung Schweiz.

In Saronno übernachten wir vor der letzten Etappe im Hotel Grand-Milano. In der Pizzeria gleich über der Strasse, lassen wir diesen ereignisreichen Tag nach sehr feinem Essen ausklingen.

Ein zwei JB's müssen es heute schon sein, denn der Tag muss ja schliesslich gut verdaut werden!

Samstag 6. Juni Saronno - Nussbaumen

Ein Bike weniger, aber alle Fahrer starten nach dem Z'morge Richtung Heimat. Auf der Autobahn im ,,Direkten" geht es Richtung Tessin dem Gotthard entgegen.

In Bellinzona steht auf der Anzeigetafel gross geschrieben, dass der Gotthard­ Tunnel für mindestens zwei Stunden gesperrt ist. Also geht es via Lukmanier, Disentis, Chur und Walensee nach Hause.

Im Churer Rheintal tobt ein halber Fönsturm. Backofenartige Hitze und auch viele Wolken lassen uns zweifeln, ob wir auch unsere diesjährige Töff-Tour „im Trockenen“ nach Hause bringen. Es gelingt. Ab dem Walensee ist es wieder hell.

Letzte Rast im Heidiland und ab geht's nach Hause, zwar mit einem Bike weniger, dafür alle wohlauf!

Die Tour d'Italia war trotz der technischen Defekte, welche wir erstmals auf einer unserer Touren zu beklagen, hatten gut!

Wir haben Teile von Italien durchfahren, wo wir im besten Fall auf der Autobahn vorbei donnern!

Vermutlich kommen wir wieder, deshalb arivederci !!!!!


PDF öffnen

Titel Dateiname Typ Grösse
Italien.pdf Italien.pdf application/pdf 4,5MB