Ranzamottis
2016
Canda 21. Juli bis 12. August
Insgesammt haben wir eine Strecke von 3’120 km zurückgelegt.
Reisebericht
Donnerstag, 21. Juli 2016
Endlich ist für es für uns alle 21. Juli geworden. Nach langer Vorbereitung treffen wir uns heute kurz vor 9 Uhr bei Eugen um in den Shuttle nach Kloten zu steigen. Noch kurz Roli und Urs bei der Raiffeisen einsteigen lassen, dann noch Martin im Häfeler abholen und los geht unsere Reise in den Westen von Kanada!
Nach dem Self-einchecken, was nach kurzen Anfangsschwierigkeiten dann doch problemlos von statten geht, ab durch die Zollkontrolle hinaus zum Gate E, wo wir, dank Sandys Beziehungen, in der Swiss Senator Lounge uns erstmal stärken. Natürlich schauen wir dabei auch auf unsere Gesundheit, und machen eine variantenreiche Thrombosevorsorge, mit einem feinen Wiskhey an der Bar.
Doch schon bald müssen wir zurück ins Gate D um rechtzeitig unseren Flug nach Vancouver zu erreichen.
Gut 10 Stunden sind wir mit der Edelweiss in der Luft, erreichen unser Ziel trotz kleiner Verspätung vor dem Start sogar noch etwas früher als geplant.
Nun sind wir also hier in Vancouver angelangt und trotz unseres Abfluges um 13.15 Uhr stehen wir schon kurz nach 15 Uhr an der Gepäckausgabe in Vancouver, ja, wir haben heute 9 Stunden gewonnen!
Mit 2 Taxi geht es zum Hotel Sandman, ganz in der Nähe des Flughafens! Beim Einchecken stellen wir aber fest, dass wir im falschen Hotel sind, also nochmals zwei Taxi organisieren und zum richtigen Ort fahren lassen!
Nach dem Zimmerbezug gibt es endlich ein Bier. Voller Freude bestellt Eugen 7 Red-Peppers, ohne dies allerdings zu kennen! Überraschung perfekt! Bier nicht geniessbar, muss richtig heruntergewürgt werden! Die zweite Bestellung ist dann aber deutlich besser!
Wir geniessen den frühen Abend im Pub des Sandman, verköstigen uns und ringen etwas mit der Zeitumstellung! Wir dürfen noch nicht zu Bett, sonst wecken uns unsere inneren Uhren doch morgen viel zu früh!! Also durchhalten ist angesagt, was wir dann auch einigermassen schaffen!
Vancouver - Hope
Freitag, 22 Juli 2016 Vancouver - Hope ca. 160 Km
Nach einer nicht endend wollenden Nacht treffen wir uns so um halb 9 Uhr zum Frühstück.
Einigermassen fit und halbverpflegt geht es wieder per Taxi zu Eaglerider in die Stadt. Dort gilt es zuerst noch den nötigen Papierkram zu erledigen, bevor wir unsere Öfen ausfassen können!
Alles geht klar (ausser dem Navi für Sandy, dafür hat aber Alessio ein solches!!) Also aufpacken und los geht es, Kanada, wir sind am Kommen!!
Nun müssen wir aus der Grosstadt / Agglomoration hinausfahren und vor allem den Highway 7 finden. Das macht anfänglich noch etwas Mühe, dafür aber gibt es schon mal eine kleine Stadttour!!!
Endlich auf der 7, bewältigen wir erstmal gefühlte 1000 Lichtsignale und auch die Fingergymnastik am Kupplungshebel wird trainiert.
Nach der Ortschaft Mission sind wir endlich auf fahrbaren Strassen, und auch die Landschaft entspricht immer mehr unseren Vorstellungen von Kanada! Das Mittagessen stärkt uns für die letzten 100 Km. Durch zwei drei kleinere unabsichtliche Abstecher von der Hauptroute, brauchen wir etwas mehr Zeit als vorgesehen was auch ein paar Zusatzkilometer ergibt!
Kurz vor 6 Uhr beziehen wir im Windsor Motel unsere Zimmer. Nach dem wohlverdienten Feierabendbier (Red Pepper!!!), ist Duschen und Schminken auf dem Programm bevor wir zum Abendmahl schreiten. (gleich neben Motel)
Nach einem Schlummi im Pub an der 6. Strasse ist nun Bettruhe angesagt.
Hope - Grand Forks
Samstag, 23. Juli 2016 Hope - Grand Forks ca. 380 Km
Nach einem kleinen z’Morge im Blue Moose (Elch) geht es kurz nach 9 Uhr los. Zuerst suchen wir hier in Hope noch nach Jamie Davis Towing INC. , welchen wir bald in einem Waldstück etwas ausserhalb finden.
Die aus der Serie True Hell bekannten Bergefahrzeuge finden wir zum Teil auf dem Gelände vor. Kelly, der Bruder von Jamie, macht mit uns eine kleine Führung und erklärt wie das so funktioniert mit der Arbeit als Bergespezialist! Für uns war es sehr interessant, eben mal hinter die Kulissen zu sehen, und die Bestätigung zu erhalten, dass „Schein und Sein“, eben nicht das Gleiche ist!
Danach geht es auf Hwy.3 durch den Manning Provincial Park Richtung Princeton hinauf auf die Berge. Erstmals bekommen wir nun den Eindruck, was Kanada vor allem ausmacht! Wälder, Wälder und Weite, aber auch sehr grosszügig ausgebaute Strassen die uns bei anfänglich noch bedecktem Himmel und kühlen 13 Grad ostwärts bringen. Auch sehen wir eine riesige Kupfermine wo ganze Berge abgetragen und umgeschichtet werden!
Nach der Mittagsrast kommt die Sonne dann ganz durch und es wird richtig warm. Wunderschöne Gegenden begrüssen uns auf unserer ersten grossen Etappe!
Wir alle geniessen die wechselnde Flora und Fauna wenn wir bergauf und bergab, über Hügelzüge und Täler unserem Tagesziel Grand Forks näherkommen. Die letzte Rast, um Wasser aufzunehmen, welches nun durch das Schwitzen recht nötig ist, machen wir in Osoyoos, einem schönen Ort mit See. Alle Sorten Boote und sonstige Seegefährte sind hier anzutreffen, aber natürlich lädt auch der Strand viele Badegäste ein. Wir verstehen und bestätigen, dass hier wirklich der wärmste Teil von Kanada liegt.
Danach geht es noch über den Alison Pass bis nach Grand Forks. Über eine Hochebene führt uns die Strasse immer leicht fallend entlang der Grenze zu Amerika durch wunderschöne Gegenden zum Etappenort ins Motel Ramada.
Da etwas ausserhalb gelegen, muss das Feierabendbier zuerst noch besorgt werden, da die Motels im Normalfall nichts im Verkaufen.
Zum Nachtessen fahren wir mit den Mofa’s zum Pub in der alten Rail-Station. Dort treffen wir 4 Deutsch-Kanadier, welche richtig den Plausch haben uns getroffen zu haben. Gut verpflegt genehmigen wir noch einen“ Absacker“ am Pool, dann geht es Müde aber zufrieden in die Heier!
Grand Forks - Revelstoke
Sonntag, 24. Juli 2016 Grand Forks - Revelstoke ca.380 Km
Gut erholt und nach kleinem Frühstück fahren wir so um 9 Uhr los. Weiter geht es auf dem Crestnest Hwy (3) weiter. Zum einrollen noch abwärts zum Cristina Lake. Unterwegs biegen wir kurz rechts ab, um an der Grenze zur USA ein „Föteli“ zu schiessen. An der Grenze testet dann Eugen noch schnell, wie kulant die Zöllner hier draussen in der Natur sind! Eine Kurve um das Zollhaus, um unter den Fahnen das Bild zu machen, bringt ihm einen veritablen Zusammenschiss des „freundlichen“ Zollbeamten ein, der für solche Sachen gar kein Musikgehör hat !!!
Dann geht es via Bonanza Pass bis Castlegar und über die 3A zum Hwy. 6 entlang dem Columbia River durch das Kootenay Parkgebiet. In New Denver ist Mittagsrast in einer Gartenbeiz unter einer Eiche? , einer Eibe?, oder doch einem kanadischen Ahorn??? (Klären wir später mal!)
Weiter entlang den Arrow Lakes (gestauter Columbia River) fahren wir wieder durch deutlich bewaldeteres Gebiet, als die hinter uns liegenden Höhenzüge. An der Galena Bay wartet die Fähre bereits auf uns, so dass wir beinahe direkt verladen können. In 20 Minuten erreichen wir mit der Gratisübersetzung schon die Shelter Bay, wo wir nochmals kurz unseren Wasserbedarf nachfüllen.
Nach weiteren rund 60 Kilometer auf Hwy 23 erreichen wir unseren Etappenort Revelstoke. Im Regent gibt es das wohlverdiente kühle Bier, nach einem langen heissen Tag eine wahre Wohltat!! In diesem schon wieder deutlich teureren Ort verbringen wir einen kurzweiligen Abend. Auch die Nachtruhe wird durch einen Brandalarm noch kurz unterbrochen, aber alles ist OK!
Revelstoke - Banff
Montag, 25 Juli 2016 Revelstoke - Banff ca. 340 Km
Da das Wetter heute am Nachmittag eher mit Regen angesagt ist, starten wir heute schon um 8.30 Uhr. Wirklich gut verpflegt geht es heute zuerst auf dem TCH 1 zum Rogerspass. Durch die imposanten Talschaften bis zur Passhöhe auf etwas mehr als 1300m ist es mit so 15-16 ° noch recht kühl. Doch schon in Golden, beim Kaffeehalt, kommt die Sonne durch und wärmt uns auf. Auf Hwy 25 geht es entlang eines riesigen Hochmoores und neben dem Bahntrassee der Canadian Pacific Railway bis nach Radium Hot Springs. Bei der Einfahrt in die Ortschaft sehen wir in der Flussebene unterhalb von uns ein riesiges Sägewerk. Wir machen natürlich einen kurzen Abstecher, um den für uns imposanten Betrieb etwas näher zu bestaunen. Hier werden unglaubliche Mengen von Stammholz angeliefert, gelagert und verarbeitet. Die Einrichtungen und Maschinen sind auch entsprechend gross!!
Nach dem Mittagsstopp montieren wir unsere Regensäcke da es inzwischen leicht regnet, und die schwarzen Wolken und der aufkommende Wind nichts Gutes verheissen.
So nehmen wir den Weg in und durch den Kootenay Nationalpark in Angriff. Kurz nachdem wir unsere Parkeintrittsgebühren bezahlt haben, fahren wir durch riesige Felsschluchten mit vielen Kurven, bis wir in eine Art Hochtal kommen. Hier wird der Eindruck der kanadischen Landschaften nochmals gewaltig geprägt.
Wir passieren auch ein Gebiet wo vor Jahren ein riesiger Waldbrand praktisch alles, hinauf bis zu den Gipfeln, vernichtet hat. Inzwischen sieht man aber, dass sich die Natur hier erholt und die Narben schliessen wird.
Bei einem kurzen Zwischenstopp entledigen wir uns der Regenmontur, da bereits wieder der blaue Himmel über uns, die Wolken verdrängt hat.
Auf dem TCH 1 geht es dann noch das letzte Stück zum heutigen Etappenort Banff, wo wir nach kurzem aber heftigem Suchen, im Spruce Grove Inn, unsere Zimmer beziehen.
Zu Fuss geht es ins Zentrum dieses kanadischen First-Class Ortes. In einem recht originellen Lokal geniessen wir mal wieder ein bisschen Fleisch mit Beilagen!!
Da wir nun in Alberta sind, haben wir eine Stunde Zeitverschiebung zu verdauen, was den Abend, Gott sei Dank, etwas verkürzt!! Wir alle sind so ziemlich auf der Schnauze und geniessen heute unser Bett.
Banff - Calgary
Dienstag, 26 Juli 2016 Banff - Calgary ca. 280 Km
Nach einer, heute ruhigen Nacht, brechen wir wieder um 9 Uhr zur heutigen Etappe auf. Bis hinter Canmore auf dem TCH1, dann auf Hwy. 40 + 541 durch das imposante Hochtal im „ Peter Lougheed Park“ bis hinauf auf 2200 Meter. Anfangs hat es noch Skigebiete, welche mit den, wie Hologramme in die Wälder gehauenen Pisten, die Bergflanken prägen. Dann noch ein paar Stichstrassen zu Resorts, Golfclub usw., dann nur noch Natur pur! Eigentlich wollen wir noch tanken bevor wir zu weit draussen sind, doch es will scheinbar einfach kein Ort mehr kommen, und Sandy fängt schon an kribbelig zu werden, denn er weiss, dass Urs nicht mehr weit kommt!
Doch wir haben Glück, mitten im Nirgendwo hat es plötzlich doch eine „Fuelstation“! Nach einer kurzen Pause geht es schnell wieder auf die Bikes, da am Himmel wieder schwarze Wolken aufziehen! Auch die Temperaturen sinken während der Bergfahrt weiter bis gegen 15°!
Doch schon bald nach der Passhöhe und einigen Höhenmetern tiefer, klart der Himmel auf und die Sonne wärmt uns schon wieder. Die schroffen Berge auf dem ersten Teil der Talschaft weichen nun einer eher lieblichen Landschaft mit deutlich grüneren rundlichen Hügelzügen, welche uns anzeigen, das wir nun aus den Rocky’s hinausfahren in die flacheren Ländereien südlich vor Calgary. Bei der Einmündung auf Hwy 22 in Longview ist Mittagshalt in einem gemütlichen kleinen PUB auf dem Land. Gut verpflegt nehmen wir die letzten rund 60 Kilometer bis Calgary in Angriff, welches sich, mit seinen bekannten Wolkentürmen, schon bald am Horizont ankündigt.
Alessio führt uns mit seinen Navikenntnissen auf dem effektiv kürzesten Weg zum Day’s Inn in Calgary South. Auf einer Abkürzungsstrecke versucht noch ein Marder an Sandys Hinterrad, wer von beiden stärker ist! Der Versuch misslingt, Marder futsch, und Sandy merkt nicht mal was!
Abpacken, duschen, etwas ausruhen, dann geht es mit der Metro ab der 39 Avenue direkt nach Calgary Downtown. Nach einigem Suchen gibt es endlich einmal ein Bier!! Beim Italiener wird Pizza und Pasta gefuttert bevor es zurück ins Motel geht)
Ein wunderschöner Reisetag geht auch einmal zu Ende!
Mittwoch, 27. Juli 2016 Ruhetag in Calgary
Heute treffen wir erst um ca. 9 Uhr zum Frühstück. Hier diskutieren wir, was uns denn der heutige Tag bringen soll! Da alle wenig von Ausflügen oder Stadtbesichtigung halten, beziehungsweise alle den freien Tag ohne grosse Anstrengung verbringen wollen, beschliesst eine Gruppe, im nahegelegenen Shopping-Center sich nach ersten Souvenirs und Mitbringsel umzusehen. Roli bietet sich an, den Waschtag für alle durchzuführen. So bringen alle ihre Sachen in die Maschine, und Roli kann loslegen.
Zu Fuss geht es knapp 3 Kilometer ins Shoppi. Die meisten finden schon etwas, sodass es nach kurzer Verpflegung in der Mall der Rückweg schon bald wieder angetreten werden kann. Diesmal mit der Metro, wo wir für alle einen Tagespass lösen, um am Abend nochmals nach DownTown zu fahren.
Zurück im Hotel muss unserer Waschmaschinenspezialist Roli unter die Arme greifen. Der Tumbler tut seinen Dienst nicht wie er sollte! Alessio macht kurz einen Service und ein erneuter Versuch wird gestartet. Den Rest des Nachmittages ruhen wir uns aus, die letzten Tage haben doch etwas Energie verbraucht, sodass es gut tut, einfach zu Sein!
Am frühen Abend geht es dann hinunter in die Stadt an die 17 Avenue wo wir eine Reihe von Lokalen ausgemacht haben. Ein Apéro-Bier im National, dann etwas durch das Viertel schlendern, bevor wir in einem Ristorante einkehren.
Trotz des „rasanten Kellners“ haben wir eine sehr gute Wahl getroffen. Feine italienische Kost und der Hauswein aus Bella Italia war auch geniessbar!
Entlang der 17.AVE geht es dann Richtung City Train beim Calgary Stampede um zum Days Inn zurückzufahren. Unterwegs wird noch ein Wässerchen „gepostest“ um nicht wieder die hohen Auslagen vom Vorabend zu wiederholen.
Nach dem Schlummi vor dem Hotel mit Bar-Man Martin geht es zu Bett, schliesslich erfordert morgen die nächste Etappe unsere volle Präsenz!
Calgary - River Crossing (Saskatchewan)
Donnerstag, 28. Juli 2016 Calgary - River Crossing (Saskatchewan) ca. 280 Km
Gut verpflegt und vornehm, von der Aufsicht im Breakfastroom bedient, beladen wir unsere Maschinen und machen uns wie immer, bei gutem Wetter, um 9 Uhr auf Richtung Westen. Auf der TCH 1 fahren wir vorbei an den Olympiaschanzen und dem Eisstadion Richtung Banff. Einen kleinen Teil der heutigen Strecke am Morgen, haben wir in der Gegenrichtung schon einmal befahren. Nach Banff geht es rechts ab auf Hwy 93 allgemeine Richtung Lake Louise. Die weiten Talschaften werden durch, die links und rechts immer mächtiger werdenden Berge, immer enger. Dies ist aber mit kanadischen Verhältnissen zu messen, ja nicht mit den schweizerischen!!!
In Lake Louise fahren wir natürlich zum etwas oberhalb des Ortes gelegenen See hinauf! Kolonne stehen bis zum Parkplatz und gut haben wir Bikes die wir in der Nähe parkieren können, sonst wäre der Anmarsch relativ weit, denn es sind wirklich sehr viele Touris hier!
An einem mobilen Stand der Banff Parkverwaltung kaufen wir dann doch noch die nötigen Besucherkarten für den Nationalpark! Bei der Einfahrt hatte Sandy dummerweise die falsche Spur erwischt, also keine Billette!
Auch wir machen die obligaten Fotos, schauen nachher aber dem amüsierenden Treiben der Besucher hier zu! Verry interesting!
Das Mittagshüngerli wird im Restaurant des Info-Center in Lake Louise gestillt. Danach geht es weiter auf der, ab hier Icefield Parkway genannten Strasse (Hwy 93), hinauf zum Bow Pass auf über 2000 Meter. Nein, viele Kehren sind nicht zu bewältigen, es geht immer leicht geschlängelt bergauf! Wenn die Tafel „Summit“ am Strassenrand erscheint, weiss man, dass man oben ist!
Wieder talwärts bringt uns die Strasse, durch diesen nun richtig eindrücklichen Hochgebirgsteil der Rockys, nach River Crossing!
Hier beziehen wir im gleichnamigen INN, in einer sehr schön angelegten Umgebung, unsere Holzhütten.
Nachtessen im Pub und bald geht es ins Bett. Der Gewitterregen am frühen Abend hat den Himmel geputzt, denn es ist Sternenklar als wir uns dem Schlaf hingeben. Dies jedoch erst, nachdem Bar-Man Martin uns wieder ein wenig mit etwas „Trösterli“versorgt hat!
River Crossing - Valemount
Freitag, 29. Juli 2016 River Crossing - Valemount ca. 280 Km
Morgentoilette, aufpacken und mit den Maschinen via Office zum Restaurant runterfahren, frühstücken und die ersten Sonnenstrahlen im Tal geniessen. Wir sehen dem Nebel zu, welcher sich in der Richtung in die wir fahren müssen zu, wie er sich langsam der Kraft der Sonne beugt, und sich verzieht.
Nachdem auch der Schreibende noch einen kurzen Kaffee zu sich genommen hat, geht es los! Zuerst noch schnell die Tanks füllen, und der Start wird vollzogen. Die nun enger werdende Talschaft oder eben die nahen hohen Gebirgsrücken lassen die Sonne noch nicht bis nach ganz unten! Im Schatten zu fahren ist heute Morgen eine „coole“ Sache! Die erste halbe Stunde sind wir deshalb so bei 7° unterwegs! Doch schon bald gewinnen wir Richtung Suwata Pass an Höhe und die Sonne kann uns wieder erwärmen (keine Gefrierschäden).
Nach einer riesigen Kurve bergan, öffnet sich der Blick rückwärts auf den Talboden, mit imposanten Bergen umrahmt. Wir machen kurz halt und geniessen das Panorama. Etwas oberhalb des Parkplatzes sind ein paar Rocky-Sheep’s mit der Verkehrsregelung beschäftigt! Sie stauen den Verkehr, oder sind es die Passanten, die mit dem Fotografieren daran Schuld sind!?
Weiter gegen die Passhöhe des Suwata, öffnet sich ein Sichtfeld auf einige rund 3500 Meter hohe, mit Schnee und Eis bedeckten, Riesen der Rocky’s.
Schon bald kommen wir zum Info-Center des Antahasa Gletschers wo wir eine kleine Pause machen, um die mächtigen Gletscher vis a vis zu beschauen.
Von gut 2000 Meter geht es nun talwärts bis hinunter nach Jasper. Mittagsrast im Wisthler Inn. Jasper ist wohle etwas kleiner als Banff aber auch eher im oberen Sektor der Ferienorte anzusiedeln.
Weiter talwärts geht es auf Hwy 16 Richtung Etappenort Valemount. Unterwegs noch ein Kaffeehalt und auch der Versuch, die Rail-Station Lucerne zu finden!
Die Strasse zur Station sind wir bis zuhinterst gefahren, Station dennoch nicht gefunden! Beim Umkehren auf der Kiesstrasse geht dann das Vorderrad von Martin seinen eigenen Weg, und er muss die Maschine sanft seitlich absetzen! Ausser einer kleinen Schürfung am Bein ist nichts passiert, und Indianer kennen bekanntlich ja keinen Schmerz.
Bald danach kommen wir im Canada Best Value in Valemount an, beziehen die Zimmer und geniessen die Erfrischung der Dusche und kühlen uns von den zuletzt 31°Aussentemeperatur wieder herunter.
Nachtessen im PUB nebenan, wo wir von Res erfahren, dass Alessio nun auch Post- Man sei, er habe gerade eine wichtige Botschaft von ihm zugestellt bekommen, wofür er ihm zwar dankbar sei, auch wenn er (Alessio) des Englisch noch nicht so mächtig sei und Urs als Translater zuziehen musste!
Ein zwei Stunden später geht es in die Heier.
Valemount - Kamloops
Samstag, 30. Juli 2016 Valemount - Kamloops ca. 300 Km
Nach Frühstück und auftanken der Maschinen nehmen wir die neue Tagesstappe um 9 Uhr in Angriff.
Bei schönem Wetter geht es weiter auf der Yellohead talwärts. Durch das Anfangs, noch enge Hochtal, fahren wir über lange Treppenstufen Richtung Süden. Viele kleine und grössere Seen liegen links oder rechts der Strasse. Auch die Bahnlinie sehen wir immer wieder, welche hier sehr stark von den riesigen (mind. 150 Wagen) Zügen befahren wird.
Je weiter wir das Tal hinabfahren, desto weiter öffnet sich das Tal, um dann bei am Ende einer Stufe wieder eng zu werden, was den Abstieg auf die nächste Treppe ankündigt.
Kaffeehalt bei Mom im Blue River Kaffee! Dort sehen wir Prospekte welche für den naheliegenden Adventure-Park machen. Also beschliessen wir spontan, hier einen Bootsausflug auf dem Blue River zu machen. Einige hundert Meter von der Strasse in den Uferwald fahren, und vor uns liegt eine Anlage auf dem Wasser, wo wir den Trip buchen, und etwas verpflegen. Gut eine Stunde später fahren wir in einem Aluboot durch Seitenarme eines Flusses auf den See hinaus. Ein gewaltiges Panorama öffnet sich vor uns. Von der Strasse hast Du keine Chanche solches zu sehen! Der Bootsführer/Guide bringt uns in eine etwas abgelegene Bucht, und lässt
das Boot nur noch dümpeln. Plötzlich zeigt er aufs nahe Ufer, wo im dünnen Unterholz sich etwas bewegt! Ja, tatsächlich erscheint dort ein Schwarzbär! Gleich hinterher, kommt ein Zweiter, um am Ufer nach Fressbarem zu suchen. Sicher eine Viertelstunde können wir dii Beiden bei absoluter Stille verfolgen, dies auch dank dem leisen Elektromotor, mit welchem uns der Guide, immer nah bei den Bären hält! Eindrücklich diese Tiere beobachten zu können! Bald verschwinden die beiden Pelze wieder im Unterholz und wir fahren weiter über den See. Urs meint dann trocken „ OK Jungs, ich habe die Bären jetzt gesehen wie ich es ja wollte, also ist das Reiseziel erfüllt, wir können jetzt die Reise abbrechen“!!
Wieder auf die Sättel und weiter talwärts. Da wir nun eher etwas spät dran sin, heisst es, zügig voranzukommen. Wir merken auch am Himmel, dass immer mehr Wolken aufziehen (ist meistens so), und vor uns, in Sichtweite einzelne Regenschleier bis ins Tal hängen. Auf, stellenweise, nassen Strassen kommen wir aber auch heute wieder ohne eine Dusche zu empfangen durch. Noch kurz vor Kamloops auftanken mit kleiner Pause, dann werden die letzten Kilometer in Angriff genommen. Am Horizont sehen wir ein veritables Gewitter! Die Strassen sind „Pflätschnass“ aber wir fahren, nur mit einigen Regentropfen am Helmvisir, bei unserem Motel ein.
Duschen, Nachtessen in der Nähe, und schon ist wieder ein Kanadatag auf unserer Reise zu Ende.
Kamloops - Williams Lake
Sonntag, 31. Juli 2016 Kamloops - Williams Lake ca. 330 Km (eff. 380 Km)
Nach kleinem Frühstück geht es vorerst bei Sonnenschein auf die heutige Etappe. Nachdem wir die letzten beiden Tage südlich unterwegs waren, geht es nun wieder nordwestlich! Eigentlich, denn unsere „Tourverantwortlichen“ haben beim „Breefing“ wohl die Karte verkehrt in den Händen gehabt, sodass es in die falsche Richtung losgeht! Am Ende einer Strasse die wir fahren, steht ein Schild „Dead Road“, was uns veranlasst, nochmals auf die Karte zu schauen!
Die Rund 50 Kilometer Gesamtumweg waren es aber Wert. Im befahrenen Abschnitt ist wirklich alles auf Sand gebaut! Die Ablagerungen, welche hier vermutlich von einem Gletscher gemacht wurden, sind zum allergrössten Teil aus purem Sand und feinstem Kies.
Auf dem TCH1 geht es nun nordwestlich in die Hügel hinter Kamloops. Bald biegen wir nordwärts auf Hwy. 97 ab, mit Hauptrichtung Prince George. Der Himmel über uns wird immer dunkler, und feiner Nieselregen lässt nichts Gutes erahnen. Über nasse Strassen erreichen wir bald einen kleinen Ort, wo wir einen Kaffeehalt einschieben.
Die Helme lagern wir vorsichtshalber unter dem Vordach, während wir, wetterbedingt; ein ausgiebiges Znüni geniessen! In dieser Zeit schüttet es mal richtig, doch als wir wieder aufbrechen, klart es auf. Noch ein paar Mal durchfahren wir kleine und kurze Nieselregen. Je weiter wir nach Norden vorankommen, desto heller wird es am Himmel. Am frühen Nachmittag Scheint wieder die Sonne und hebt die Temperaturen von den morgendlichen kühlen 16° wieder auf ca. 22° an. Am weiten Horizont vor uns sind riesige (noch weisse) Wolkenbänder am Himmel. Je näher wir dem Tagesziel kommen, je dunkler wird es nun wieder. Auch ein kalter Wind kommt auf, und man kann den Regen schon fast riechen!
Nein, wir wurden nicht mehr wirklich nass, nochmals etwas Niesel, aber wir bleiben bis zur Ankunft in Williams Lake trocken.
Im Ramada die Zimmer beziehen, ein Bier gegen die Austrocknung unseres wertvollen Körpers, dann duschen und schminken, um Im Hausinternen Restaurant Carmen, ein wirklich gutes Nachtessen zu geniessen. Der bevorstehende BC Day von morgen, verhindert, da alles geschlossen, dass wir das Nachtleben von Willams Lake studieren können.
Also wieder Schlummi aus dem Store in der Lobby und ab ins Bett!
Williams Lake - Vanderhoof
Montag, 1. August 2016 Williams Lake - Vanderhoof ca. 340 Km
Strahlend blauer Himmel, so begrüsst uns der heutige Morgen! Wir geniessen das relativ reichhaltige Frühstück und starten wieder um 9 Uhr.
Weiter geht es auf dem auch „Gold RushTrail“ genannten Weg, Richtung Nordwesten. Das Tal des Fraser Rivers wird nun immer breiter. Auch die Wälder nehmen deutlich ab. Landwirtschaft, Vieh- und Pferdehaltung scheine hier im Norden deutlich stärker von Bedeutung zu sein.
Die Strassen führen uns nun mehrheitlich auf langen Geraden weiter Richtung Vanderhoof. Nur noch einzelne Richtungsänderungen und kleine Anstiege sind zu bewältigen.
In Quesnel suchen wir im City Centre ein Restaurant um uns zu stärken. Ein Lokal finden wir dann, vom Zentrum, so stellt Sandy fest, ist hier aber trotzdem nichts zu sehen! Ja, hier draussen ist halt auch im Zentrum viel mehr Platz als wir uns das gewohnt sind!
Gut verpflegt geht es weiter. Doch wie schon in den letzten Tagen werden die Wolken am Himmel immer zahlreicher. Wie aus dem Nichts sind sie einfach da! Wieder treffen wir nasse Strassenabschnitte an, leichter Niesel wie auch fallende Temperaturen deuten nichts Gutes an. Doch, oha, nachdem die Strasse nun westlich verläuft, entkommen wir tatsächlich auch heute dem „Schiff“!
Auf einem Rastplatz, schon nahe an Vanderhoof, kommen wir dann mit Emanuel Villiger, einem Kanadaschweizer der 2. Genearation, ins Gespräch. Wir erhalten so einen recht umfassenden Einblick in das Leben und die Bedingungen hier in Kanada. Viele Fragen konnte uns der junge Mann beantworten, wofür wir bestens danken.
Nach einem Erinnerungsbild mit ihm, nehmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Im Ort angekommen, wird zuerst nachgetankt bevor wir in Glen’s Motor Hotel (etwa 1,75*) unsere Zimmer beziehen.
Der BC Day hat auch hier Auswirkungen! Restaurant nebenan ist geschlossen, so müssen wir zu Fuss auf die Suche, um unser „Hüngerli“ zu stillen.
Nach anfänglich miesen Aussichten, finden wir dann doch noch ein schönes Restaurant. In einem richtigen Blockhaus, mit deutschem Wirt, freundlich eingerichtet und grosser Speisekarte, erfüllt all unsere heutigen Kalorienbedürfnisse!
Den Absacker müssen wir mal wieder selber organisieren, und so lassen wir diesen Reisetag hinter dem Motel, improvisiert, aber gemütlich ausklingen!
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