Ranzamottis
2013
Dream-Tour USA 2013 (the last one)
Insgesammt haben wir eine Strecke von über 4’000 km zurückgelegt.
Reisebericht
Freitag, 5.4.2013 on the way to LA
Um 05.45 wird Sandy als erster vom Kleinbus, der uns gemeinsam ab Nussbaumen nach Kloten bringt, abgeholt! Alle stehen pünktlich bereit und die Vorfreude ist allen ansehbar!
Das Einchecken in Kloten geht zügig und problemlos voran, sodass wir noch genügend Zeit haben, das erste gemeinsame Ferienfrühstück zu halten! Relativ pünktlich sollte es losgehen, doch wir fliegen erst mit gut einer Stunde Verspätung ab!
Dies bedeutet, dass wir beim Umsteigen in NY sehr knapp sein werden!!!!!!!!!!
„Jä nu“, nach dem langen Flug mit der etwas „billigen AA“, läuft die Immigration recht schnell, dies, weil wir eine Sonderabfertigung durchlaufen dürfen! Den Einstieg in den Flug AA133 schaffen wir auf die Minute, doch dann sitzen wir eine Stunde im Flugi, um dann wieder auszusteigen!! Irgendwas ist defekt! Mit fast 2 ½ Stunden Verspätung kommen wir endlich in LA an. Hotelbezug und etwas essen, noch mit einem Bier auf die Ankunft anstossen und dann geht es ab in die Klappe! (Kein Ausgang am Rodeo-Drive und Walk of Frame.)
Samstag, 6.4.2013 LA - Palm Springs (197,2 Meilen)
Am Morgen um 9.00 bringen die Taxis uns zu Eagle-Ryder, wo wir unsere Maschinen übernehmen. Nach dem Papierkram und dem Aufpacken geht es nun endlich wirklich los!
Zum Einfahren und kennen lernen unserer Bikes, machen wir uns bis zum Santa Monica Pier auf. Danach geht es zur Stadt hinaus, rund 130 Kilometer Autobahn, allgemeine Richtung San Diego. Nun geht es endlich hinaus auf die Landstrassen Richtung Lake Elsinore und hinauf zu den San Juacinto Bergen. Ein erster Eindruck der Grösse dieses Landes wird heute gemacht! Nach 192 Meilen im Sattel kommen wir müde, aber voller Freude auf morgen, in Palms Springs an. Der starke Wind trieb heute nicht nur die hunderte Windräder an, sondern blies uns auch ganz schön den Marsch! Zum z’Nacht musste es heute natürlich schon ein rechtes Sirloin-Steak sein!!!!!!!
Palm Springs - Needles
Sonntag, 7.4.2013 Palm Springs - Needles (224,4 Meilen)
Frühstück um 8 Uhr, dann aufpacken und los geht es bei normalen Windverhältnissen und Sonnenschein auf unsere Tagesetappe nach Needles ! Schon bald fahren wir in den Joshua National Tree Park ein, was wir auch gruppenbildlich festhalten. Der Grösseneindruck dieses Landes nimmt heute noch einmal gewaltig zu! Beinahe 2 Stunden sind wir von Parkeingang bis Ausfahrt unterwegs. Eindrücklich sind auch die Gesteinsformationen sowie die vielen Kakteen und Büsche, welche hier das eher karge Landschaftsbild prägen. In Twentynine Palms machen wir Mittagshalt, nun geht es über fast endlose Geraden Richtung Amboy, wo wir zum ersten Mal auf die Route 66 treffen. Bei Roy’s Cafe machen wir halt um das „66 Signet“ zu verewigen! Hier sehen wir auch zum ersten Mal die laaaaangen Güterzüge die dicht an dicht in beide Küstenrichtungen verkehren (bis vier Dieselloks sind vorgespannt). Auf der Route 66 welche hier vor allem nur geradeaus geht, fahren wir bis Needels, wo wir wirklich mit den letzten Tropfen Benzin im Tank ankommen! Zimmerbezug, ein gutes BBQ zum Nachtessen, anschliessend Ausklang in der Karaoke-Bar mit Würdigung für den tollen und warmen Tag ( fast 30 Grad ).
Needles - Williams
Montag, 8.4.2013 Needles - Williams (188,2 Meilen)
Auch heute geht es um 8 Uhr zum Frühstück. Um 9 Uhr in die Sättel mit dem neu definierten Ziel Williams. Es ist zwar sonnig, aber schon pfeift wieder ein rauer Wind durch Needels und Umgebung. Auf der „Motherroad“ überqueren wir die Staatsgrenze zu Arizona, wo wir schon bald in das wirklich noch alte und sehr skuril wirkende Oatman einfahren. Wir decken uns hier mit den ersten Andenken an die Befahrung der 66 ein! Via Hackberry und Kingman geht es weiter über unglaublich lange Strassen zu unserem Etappenziel nach Williams, welches auf 2067m über Meer liegt! Das bedeckte Wetter und vor allem der Wind, lassen die Temperaturen stark absinken! Bei der Ankunft am frühen Abend hat es gerade noch etwa 12 Grad, woraus ersichtlich ist, dass wir unterwegs wärmere Kleider anziehen mussten. Duschen, umziehen und ein feines Nachtessen mit anschliessendem Bier + Wein, bringen die nötige Wärme zurück!
Williams - Tusayan
Dienstag, 9.4.2013 Williams - Tusayan (52,7 Meilen)
Was wir alle nicht gehofft hatten, ist in der Nacht eingetreten! Schneefall!!!
Unsere Harleys sind alle gleichfarben, nämlich weiss!
Nach ausgiebigem Frühstück beschliessen wir, uns auf dem direkten Weg nach Tuscayan zu machen (Name=Ort ohne Wasser). Dick eingemummt und mit Regenschutz machen wir uns auf den Weg, und die Sonne belohnt uns schon bald. Ausser ein paar kalten Fingerbeeren geht es flott Richtung Grand Canyon, wo wir im Grand Caynon Plaza die von Urs reservierten Zimmer beziehen. Eine kleine Einkauftour durch die Gift’s und endlich wieder einen richtigen Kaffee. Dann duschen und zum Abendessen (nätürlich mit vorherigem Apéro). Noch etwas zusammmen sitzen und talken dann geht es in die Klappe!
Mittwoch, 10.4.2013 At the Grand Canyon
Am heutigen Tag steht ein wohl besonderer Tag unserer Reise auf dem Programm!
Nach dem Frühstück im Café nebenan werden wir vom Hotelshuttle zum Flugplatz gebracht, wo wir dann schon bald mit dem Heli in Richtung Grand Canyon fliegen.
Es ist ein ganz besonderes erhebendes Gefühl, wenn man die schier unendlichen Eindrücke sehen, aufnehmen, und vor allem erleben darf. Einfach FANTASTIC !!!!!!!!
Vom Flug zurück ruhen wir etwas aus, gönnen uns ein Sandwich und geniessen den zwar noch kühlen aber sehr sonnigen Tag einfach so!
Um 16.30 werden wir zu einer Jeep-Tour durch die Landschaft um den Canyon abgeholt. 3 Stunden geht die Tour, auf welcher wir an verschiedenen Orten nochmals Eindrücke aus anderer Perspektive sammeln können! Auch einen beeindruckenden Sonnenuntergang erleben wir hier, welcher den Canyon in nochmals ganz anderer Farbenpracht erscheinen lässt!
Tusayan - Kanab
Donnerstag, 11.4.2013 Tusayan - Kanab (266,6 Mi)
Heute Morgen geht es wieder in die Sättel. Unser heutiges Reiseziel liegt auf der anderen Seite der Grand Canyons und heisst Kanab.
Um 08.00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück auf der gegenüber liegenden Seite des Hotel Plaza. Nach dem Tanken fahren wir Richtung Cameron über das Hochplateau des Grand Canyon. Bei sonnigem, aber kühlen Wetter, erhaschen wir nochmals die letzten grossartigen Blicke in den Canyon, während wir langsam Fahrt aufnehmen. Auf der Strasse California 64 fahren wir Richtung Page. Nun geht es mehr oder weniger immer bergab, so dass wir am hinteren Ende des Canyons über den Little Colorado fahren können. Als wir die Strasse CA 89 erreichen machen wir kurz Rast und sehen uns im Indianershop der Hopi um. Schon bald ist auf der 89igsten eine Umleitung signalisiert, was für uns einen riesigen Umweg von ca. 80 Meilen bedeutet. Immer geradeaus heisst die Devise, denn Kurven sind wirklich fast keine auszumachen. Nach Page brauchen unsere Maschinen wieder einmal Nahrung und auch wir wollen dies in einem vor uns liegenden Reservat auch tun. Zuerst verpflegen wir uns selbst mit Variationen von Geflügel. Benzin gibt es dann allerdings keines, da die nötige Oktanzahl nicht vorhanden ist.
Weiter geht es, vorbei am Lake Powell Richtung Etappenziel Kanab. Langsam scheint es kurviger zu werden. Pro ¼ Std. dürfen wir schon eine zwanzig Grad Kurve fahren. Im Redrock Inn beziehen wir unsere Zimmer. Beim Versuch unser obligates „Fyrobig-Bier“ zu genehmigen, merken wir nun eindeutig, dass wir im State Utah angekommen sind. Im Restaurant nebenan wollen wir Bier bestellen, was zuerst strikte abgelehnt wird! „No Bier without Food“! Doch auch der Geschäfts-Sinn ist hier vertreten, so dass wir mit dem bestellen einer Pizza und Tacos, unser Bier doch noch erhalten. Danach geht’s zu Fuss durch Kanab, um in einem Western-Saloon ein BBQ zu halten. Seriös wie wir sind ist um 22.00 Uhr Feierabend! (Anmerkung: Alles war zu!).
Kanab - Las Vegas
Freitag, 12.4.2013 Kanab - Las Vegas (243,1 Meilen)
„Breakfest“ nehmen wir im Mormonen-Restaurant nebenan. Bei strahlendem Sonnenschein aber kühlen Temperaturen machen wir uns auf Richtung Las Vegas. Ca. 20 Meilen noch auf der CA 89, dann an der Kreuzung zur CA 9 tanken, und auf geht es, hinauf in den Zion National Park. Die Einfahrt müssen wir uns erkaufen wie das für die Parks hier anscheinend üblich ist. In diesem Falle sind die 10 $ pro Harley-Driver mehr als gerechtfertigt. Schon kurz nach der Einfahrt kommen wir in eine einzigartige Gebirgswelt. Vom Flussbett bis hinauf zu den Spitzen sind die Felsformationen komplett glatt geschliffen. Auch die Farbkompositionen auf diesen ca. 20 Meilen sind einfach fantastisch.
Bei der Ausfahrt gibt es unser obligates Foto mit dem Park-Symbol. Weiter geht die Fahrt hinunter nach Hurricane. Wir geniessen die verhältnismässig engen Kurven das Tal hinunter. Es ist nun eindeutig wärmer! Wir können nun die warmen Kleider in den Bags verstauen. Im Kaffee „Copperrock“ geniessen wir seit langem wieder einmal einen feinen Espresso, selbstverständlich mit Muffins! Gestärkt fahren auf dem Freeway 15 weiter das Tal hinunter Richtung Las Vegas im Staate Nevada.
Immer näher kommt nun die Steppenlandschaft. Etwa 60 Meilen vor Las Vegas biegen wir Richtung Overton vom Freeway ab. Nun geht es durch den „Lake Mead Nationalpark“ durch das Sunrise-Gebirge zum „Strip“! Auf super Strassen, mit für amerikanische Verhältnisse sehr vielen Kurven, geniessen wir die nun Fahrt. Die Temperaturen sind nun sicher über 30 Grad (Morgen 07.00 Uhr = 2 Grad). In einer Bay machen wir zur Erfrischung nochmals halt. Auch den Bike‘s geben wir noch etwas Saft. Danach führt uns Sandy auf dem direkten Weg zum Blair Suites Hotel in Las Vegas.
Duschen und schminken! Frisch gestylt (mit unserer Ausgangs-Uniform) geht’s nun dem Nachtleben entgegen. Nach langem Suchen finden wir in einem nicht ganz billigen Restaurant im Ceaser‘s Palace doch noch Platz zum Essen. Danach begeben wir uns selbstverständlich in die Spielhöllen von Vegas! Eindrücklich ist vor allem die vielen verschiedenen Leute, deren Geschmack und deren Eigenheiten!! Das auffallendste ist, dass gegen Morgen sehr viele Frauen ihre High-Heels in den Händen tragen und barfuss gehen. Schönheit muss halt eben doch leiden! Vor dem Morgengrauen sind wir alle im Bett.
Samstag, 13.4.2013 in Las Vegas
Frühstück um 09.00h. Alle sind wach und sicher auf den Beinen! Beim Frühstück wurden die ersten Eindrücke, die wir vom Besuch auf dem Strip erlangt haben, diskutiert und verarbeitet. Das Tagebuch wurde nachgeführt und beschlossen, dass am Nachmittag einen Einkauf im Outlet-Center North Las Vegas zu unternehmen. Selbstverständlich haben wir dort nur die notwendigsten Sachen wie T-Shirt etc. gekauft, welche wir auf unserem weiteren Trip benötigen.
Auch zurück in die Stadt geht es wieder mit dem Taxi, diesmal allerdings etwas teurer. Ziel war das Harley-Café am Ende des „Strip“, wo wir uns zum Abkühlen ein Bier genehmigten (natürlich wurden im Harley-Shop noch ein paar kleine Souvenirs gekauft). Zurück ins Hotel geht’s mit der Monorail, was bedeutend angenehmer war, als zu Fuss. Nach einer abkühlenden Dusche, ging’s wieder zum Strip. Gegessen haben wir im Restaurant Paris Village. Hier konnten wir uns am Buffet zu einem Einheitspreis von 39.95 $ sehr gut verköstigen. Nach einem Abstecher ins Casino, wo sich der Eine und Andere beim Zocken versuchte, ging es, entlang dem Strip, zu Fuss ins Hotel zurück. Dort genehmigten wir uns im Gartenrestaurant noch einen Schlummer-Drink.
Sonntag, 14.4.2013 Again Las Vegas!
Ein klein wenig länger schlafen durften wir an diesem Sonntag auch! Den Morgen genossen wir im Vorgarten der Hotelbar und machten noch Hausaufgaben. Auch war heute Waschtag angesagt. Dieser wurde von Waschmaster Alessio perfekt abgehalten. Einzig die Socken mussten nochmals genauer zugeteilt werden (farblich und grössenmässig!). Auch der Nachmittag war mit einem Fakultativprogramm frei zu gestalten! Eine Gruppe zog los, um einen Gun-Shop zu besuchen und anschliessend via Strip ins Hotel zurückzukehren. Die anderen hielten einfach Siesta und genossen die Freizeit!
Am Abend nochmals gemeinsam in die Stadt. Diesmal nach DownTown, dem alten Spielerviertel von Las Vegas.
Dies war ein wirklich eindrücklicher Abend. Hier kann man nachvollziehen wie es einst gewesen sein muss. Auch ist hier viel mehr Action und vor allem deutlich weniger Tourismus, dafür mehr echte Fans und direkte Show’s. Am Lichterhimmel der Mall, wurde wir begleitet von den Queens (We will rock you / we are the Champions)! Lichterzauber und Glitzerleuchten überall, Casino’s mit Style und auch etwas Verruchtheit, eben alles was zu Las Vegas gehört, einfach super!
„Guetnacht Trunk“ noch knapp vor Mitternacht, um am Morgen wieder „easy“ im Sattel zu sitzen!
Las Vegas - Lone Pine - Bakersfield
Montag, 15.4.13 Las Vegas - Lone Pine ( 246.3 Mi )
Um halb acht wollten wir frühstücken, doch oh je, heute war nicht aufgedeckt! Deshalb verpflegten wir uns unterwegs bei einer Tankstelle mit den nun schon obligaten „Ham and Egg’s Sunnyside up“. Auf der CA 95 fuhren wir aus der Stadt Richtung Death Valley. Richtung Death Valley fuhren wir zuerst mind. 50 km gerade aus, dann nach einer 30ig Grad Linkskurve nochmals ca. 20 km geradeaus! Die Hitze war mit ca. 32 Grad erträglich. Je weiter wir jedoch ins Tal hineinfuhren, desto stärker kam Wind auf, welcher sogar in einem Sandsturm ausartete. Es war schwierig zu fahren, da es den Sand in die Augen blies!
Am tiefsten Punkt von Amerika (- 67 Meter u. Meeresspiegel) machten wir in einem orginellen Restaurant Mittagsrast. Gestärkt ging es nun wieder hinauf auf ca. 2‘000 Meter über die Gebirgskette, danach hinab nach Lone Pine. Hier hatte es gerade noch etwa 14 Grad, deshalb wärmten uns im orginellen Jaket’s Saloon mit 1-2 Beer‘s auf. Zum Nachtessen gab es Pizza und Lasagne in der Pizza Factory. Nach ein paar Runden Billiard und gleich viel Runden Bier/Wein im erwähnten Saloon war Nachtruhe angesagt. (Harte Sachen gab es keine im Saloon!)
Dienstag, 16.04.13 Lone Pine - Bakersfield ( 177.7 Mi.)
Nach einem relativ kalten Start in Lone Pine geht es ca. 70 Meilen auf der CA 395, Richtung Nord. Mit dem Tempomat, immer geradeaus, zum Etappenort Bakersfield. (Die geplante Etappe zum Lake Tahoe hinauf kann nicht gefahren werden, da die Tionga-Passstrasse noch Wintersperre hat).
Die Temperatur steigt wieder etwas an. Bei Inyokern biegen wir rechts ab, auf die CA 178, und erreichen nach ca. 40 Meilen den Lake Isabella welcher in einem Hochtal am Fusse der Sierra Nevada liegt. Hier machen wir Mittagsrast uns fahren danach, eine wunderbar kurvige Strasse, das Tal hinunter nach Bakersfield. Hier suchen wir trotz Navi verhältnismässig lange nach einer Bleibe! Die Motels sehen etwas heruntergekommen aus! Im Hotel Padre finden wir doch noch Unterkunft, und Urs seinen „Pabstsessel“! Wir nehmen hier auch das Dinner ein, und gönnen uns anschliessend nur noch kurz einen Drink an der Hotelbar, da wir Morgen wieder eine längere Strecke vor uns haben.
Bakersfield - Fresno
Mittwoch, 17.04.2013 Bakersfield - Fresno (233.6 Mi)
Auch heute starten wir unsere Maschinen schon um halb 9. Wir fahren auf der California 65 aus der Stadt hinaus. Vorbei an einer Hundertschaft von Pumpen auf den Ölfeldern, geht es Richtung Sequoia National Park.
Die Landschaft ist nun geprägt von Orangenplantagen. Vor Porterville geht es auf der CA 190 bergauf. Auf einsamen und nahezu verkehrsfreien Strassen über einen Pass, in das „Erdhörnchenvalley“. Zu Hauf gibt es hier diese lustigen Tiere, einige versuchen sogar mit einem Superspurt zwischen Vorder- und Hinterrad durch zu preschen. Alles geht gut!
Später kommen wir auf die California 198 Strasse. Wir fahren vorbei am Lake Kaweah, Richtung Sequoia Nationalpark. Auf dieser Strecke treffen wir nicht nur die riesigen Mammutbäume an, sondern auch Schnee, welcher an schattigen Stellen noch auf der Fahrbahn liegt. Kein Wunder, wir sind inzwischen auf zirka 2400 Meter Höhe! Nach diversen Fotostops, geht es auf teilweise Schnee bedeckter Strasse weiter! Vorsicht ist die Devise. Wir schaffen aber auch dieses Problem bestens. Einzig die kalten Finger machen zu schaffen. Wir machen Rast um die Fingerspitzen aufzuwärmen. Unglaublich! Auf der Fahrt talwärts, merken wir mit jedem Meter, dass die Temperaturen wieder auf angenehme Werte ansteigen. Unser Tagesziel Fresno erreichen wir relativ spät am Abend. Wir übernachten im Holiday Inn.
Fresno - Murphys - Plazerville
Donnerstag, 18.04.2013 Fresno - Murphys (163.5 Mi)
Heute geht es um halb acht los! Wir müssen zur Eaglerider Vertretung in der Stadt, um zwei drei kleinere Mängel an Roli’s und Urs Feuerstühlen beheben zu lassen! Dank dem Navi, das scheinbar keine so gute Nacht gehabt hat wie wir, machen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt!!!!! Nach dem Reperaturstop geht es auf der CA 41 geht es Richtung Oakhurst, dann auf der CA 49 weiter durch die von Wald und Wiesen geprägten Landschaft! Wunderbare Strassen mit vielen Kurven liegen heute vor uns, zusammen mit dem Sonnenschein, ein voll gelungener Etappenabschnitt! Mit ausreichend Pausenhalten kommen wir gegen 17 Uhr in Murphys an! Umziehen, dann geht es direkt zum Bier an der Main Street! Hier besuchen wir einen Event auf dem Dorfplatz mit „Hotroads“ und Oldtimern! Es ist sehr interessant, mal unter die Hauben der Ami-Car’s schauen zu können! Die können einfach alles verbauen, hier scheint es keine Vorschriften zu geben, Hauptsache die Räder drehen!!!
Bei Angelo’s gibt es unser Nachtessen. Bison liegt auf dem Teller, mh, ein Genuss! Auch der Red Coyote aus dem hiesigen Weinbaugebiet mundet sehr!
In der „ Nugget“ Bar nebenan nehmen wir an der Veranstaltung „Swiss meet America“ teil. Aus „Persönlichkeitsschutzgründen“ dürfen hier allerdings keine weiteren Angaben gemacht werden!!!!!!.
Es war aber ein lustiger Abend, soviel sei angetönt! Sogar Adrews Englischkenntnisse wurden hier gebraucht, „Jim Beam, Jack Daniels, und hi Girl’s“!!!!
Freitag, 19.4.2013 Murphys - Plazerville ( 71.5 Mi)
Gut ausgeruht fahren wir heute weiter auf der CA 49. Diese Strasse verläuft quer über die Ausläufer der Sierra Nevada, auf der Seite des Sacramento-River’s. Sie führt über Höhen und Tiefen, durch fruchtbares Wiesenland, durch Eichenwälder, vorbei an Stauseen und wunderbaren „View’s“, durch Dörfchen und Städte. Immer wieder schöne Passagen, wenig Verkehr einfach sehr interessant.
Die heutige Fahrt durch den schon warmen Morgen, wird durch einen wohltuenden Geruch von Gräsern, Sträuchern und Wäldern angenehm bereichert! Es ist Frühling!
Schon bald kommen wir nach Sutter Creek, welches bekanntlich vom ausgewanderten Johann August Sutter gegründet wurde. Der Goldrausch in Kalifornien nahm hier seinen Anfang, zerstörte aber auch die Existenz von Sutter! (Ja, wir machen eben manchmal auch am Tag auf Kultur!)
Weiter geht es aus dem heimeligen Städtchen, dem heutigen Etappenort Plazerville entgegen. Etwas nach der Stadt beziehen wir im Best Western unsere Zimmer. Im Mexican-Restaurant nebenan gibt es Taco’s, Chili Verde und sonst noch etliches dazu. Schon bald ist heute Nachtruhe angesagt.
Placerville - Lucerne am Clearlake
Samstag, 20.4.2013 Placerville - Lucerne am Clearlake (188.1 Mi )
Frühstück um 8 Uhr, dann geht es wieder weiter auf der CA 49 Richtung Auburne! Langsam aber sicher fahren wir talwärts, hinab in die grosse Ebene des Sacramento-River’s. Wir durchqueren dieses fruchtbare Land, wo nebst Weizen und vermutlich Mais, auch Reis angebaut wird! Selbstverständlich hat es auch grosse Baumanlagen! Grosse Ackerschlepper sind auf den Feldern an der Arbeit, immer wieder sehen wir auch Landmaschinenhändler mit jederlei Maschinen welche zum Verkauf stehen. Auf der anderen Seite der Ebene geht es, durch ein kurvenreiches Valley, wieder bergauf! Wir geniessen die schönen Strassen und die Landschaft, welche von vielen Eichen geprägt ist. Der Wind welcher in der Ebene quer zur Fahrtrichtung blies, lässt wieder nach und die angenehmen Temperaturen zum Biken lassen uns diesen Abschnitt bis zum Clearlake geniessen. Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit fahren wir auf engen, alten und kaputten Nebenstrassen, dem See entlang. Schliesslich müssen wir auf die CA 20 zurück um ein Motel zu finden. Alessio ist beim letzten Halt (in bewohntem Gebiet) etwas unruhig, sagt uns, er komme gleich zurück und verschwindet hinter der nächsten Kurve! Er kommt ganz erleichtert zurück, das kann man seinem Lächeln gut entnehmen!
In Lucerne finden wir schliesslich das Lake View Inn. Duschen umziehen, wieder auf die Öfen und ca. 4 Meilen weiter, zum Chinesen, um unseren Hunger zu stillen. An idyllischer Lage am See, verbringen wir bei sehr guter Verpflegung den Abend samt Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg kaufen wir an der Tankstelle noch Plastikbecher, Coke und eine Flasche Desinfektionswasser, damit wir im Inn noch einen Schlummertrunk genehmigen können (No Alk to drive). Schon bald ist Nachtruhe angesagt, um am Morgen wieder ausgeruht in den Sattel zu steigen.
Lucerne - Gualala
Sonntag, 21.04.2013 Lucerne - Gualala (191,9 Mi)
Auf der CA 20 fahren wir weiter Richtung North. An deren Ende geht es auf dem US Highway 101 Richtung Redwood-Valley. Dieses Gebiet ist dem Schwarzwald sehr ähnlich, auch wie der Name Redwood sagt, hat es hier rötlich gefärbte Bäume, welche ungefähr wie Buchen (Form) aussehen. Auch viele grosse Fichten säumen unseren Weg. Über Willits und Laytonville fahren wir bis nach Legget. Hier biegen wir ab auf den „Highway Nummer One“! Eine wunderbar kurvenreiche Strasse führt uns durch den dunkeln Redwood-Wald an den Pazifik. Eindeutig kältere Temperaturen lassen uns den Pazifik spüren, bevor wir diesen sehen.
Bei „Angelo“ in Fort Bragg machen wir Mittagsrast. Richtig gute „Italianita“! Gestärkt geht es weiter der eindrücklichen Küste entlang, nun immer südwärts! Vor der Küste ragen immer wieder ausgespülte Felsformationen aus dem Wasser. Viele Kurven führen uns, bergauf und bergab, um die vielen Buchten herum. Ab Manchester suchen wir nach einem geeigneten Platz zum Übernachten, welchen wir im Motel Surf in Gualala (2‘334 km gegenüber Hawai) finden. Wir haben 100% der Restaurants in diesem Ort besucht; im dem einem assen wir einen feinen Redsnapper, in dem anderen genehmigten wir den Schlummertrunk. Seriös wie immer, gingen wir früh zu Bett.
Montag, 22.04.2013 Gualala - San Rafaele (145,3 Mi)
Bei bereits 17 Grad ging es um 9.30h auf dem Highway Nr.1 der Küste entlang Richtung Jenner. Dort nahmen wir die CA 116 Richtung Sebastopol. In diesem Flusstal machten wir Rast im Café BIA.
Hier holte Andrew die Wirklichkeit ein. Beim Frühstück hat Sandy, wie viele Tage zuvor, die News aus der Schweiz durchgegeben. Eine Schlagzeile lautete „Wohnwagenbrand im Tessin“. Bei der obligaten Kontrolle unserer Handys auf Nachrichten von Zuhause, war bei Andrew ein dringender Rückruf nach Hause angezeigt. Bei diesem kam die bittere Wirklichkeit zutage: es war sein Wohnwagen, welcher komplett ausbrannte! (siehe „Blick“ v. 21.04.2013).
Kurz nach Sebastopol ging es auf die CA 12, in die Winevalleys. Über Santa Rosa, Kenwood und Sonoma, weiter über die CA 121 und die CA 37 nach San Rafaele, wo wir uns im Best Western einquartierten. Alessio zieht noch einmal mit dem „Radel“ los, um die von uns dringend benötigte „Flüssigkeit“ zu besorgen. (Den Rat von zu Hause haben wir befolgt, und immer genug Flüssigkeit aufgenommen!!!) Das Dinner haben wir beim gegenüberliegenden „Italiener“ eingenommen. Molto buono! In der Gartenanlage (mit Pool) vor unseren Zimmern, lassen wir den Abend ausklingen! Schon bald gesellen sich Margrit und Maurice aus Belp zu uns, welche per Auto in diesem Teil von Amerika unterwegs sind. Die beiden haben auch etwas „Benzin“ im Blut und sehen sich alles an, was damit zu tun hat! Etwas später als üblich geht es heute zu Bett!
Dienstag, 23.04.2013 San Rafael - San Francisco (25 Mi)
Auf der US 101 geht es gut ausgeruht vor die Tore San Francisco’s! Nach Sausolito erscheint die imposante „Golden Gate“ vor uns! Auch die kühle Brise welche vom Pacific in die Bay weht begrüsst uns für die letzten Tage in Frisco. Nach einem Fotostop, auf dem Hill vor der Brücke, geht es nun hinüber in die Stadt! Wieder ein Halt, um das beeindruckende Werk von der anderen Seite zu bestaunen. Hier wird nun allen klar, unsere Reise geht nun definitiv dem Ende entgegen.
In die Stadt hinein fahren wir natürlich via Lombard-Street, der kurvenreichen, mit vielen Blumen gestalteten Strasse, zum Coint Tower, um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen! (Wir waren heute mit unseren Harley‘s die Fotoattraktion auf der Lombard!)
Am frühen Nachmittag beziehen wir die Zimmer im Holiday Inn, welches an der Columbus-Street, direkt hinter der Fisherman’s Warf liegt! Maschinen parkieren, alles ausladen, Zimmer beziehen und ab zum letzten Bier nach einer Tagesetappe!
Erstes Shopping entlang des Touristway’s, auch Ticket’s besorgen, damit wir die 2 kommenden Tage per ÖV unterwegs sein können. Zum Nachessen fahren wir mit dem Cable-Car auf die andere Seite der Warf, gehen zu Fuss durch Chinatown und Downtown hinab bis zur „Market“. In einer Querstrasse kehren wir bei „St.John’s-Steakhouse“ ein. Ein Sirloin mit einer super Pfeffersauce, wie zu Beginn der Reise, stillt hier unseren Hunger. Mit dem Cable geht es später zurück ins Hotel. Schlummertrunk gleich nebenan.
Mittwoch-Freitag, 24.-26.04.2013 San Francisco and back home!!!!
Am Mittwochmorgen gemütlicher Start, dann heisst es, die nun nackt scheinenden Harley’s, ein letztes Mal zu satteln! Via Hyde, teilweise fast auf den Schienen der Cabel’s, fahren wir die rund 3 Meilen zur 8th.Street, zur Eaglerider Station. Ein letztes Mal unseren inzwischen perfekt eingeübten Tankstopp erledigen, dann parkieren, Endabnahme, „aus die Maus“!!! Beim Dealer wird noch dies und das als Andenken an unsere Dreamtime erworben.
Als biedere Fussgänger, mit Helm in der Hand, geht es Richtung Hotel zurück. Nach Kaffee- und Donouthalt, geht es mit dem Cable zur Columbus zurück. Danach individuelles shoppen. Jeans und Koffer stehen zuoberst auf der Liste!
Abendessen an der Warf in einem gemütlichen Lokal, wo wir zum ersten Mal die Rechnung nicht schon vor dem letzten Bissen, auf den Tisch gelegt bekommen haben! Durch das Viertel zurück Richtung Hotel, Schlummertrunk und wieder mal ein Billardturnier zwischen Roli + Alessio und vor Mitternacht Bettruhe!!!
Donnerstag der letzte Tag in SF wird mit Shoppen und oder weiteren Erkundungstouren durch die Stadt verbracht.
Als Abschluss geht es am Abend mit dem „Dinnerschiff“ hinaus in die Bay! Wir geniessen den Anblick der Stadt noch bei „Night“, und nehmen so gemeinsam Abschied von Amerika! Morgen früh um 04.30h geht es mit dem bestellten Van zum Airport! Um 07.10 geht unser Flug zurück via New York in die Schweiz, wo wir am Samstagmorgen ankommen.
Im „Furtbächli“ gibt es das letzte gemeinsame Frühstück, bevor wir von unseren Partnern wieder in die Welt „danach“ abgeholt werden!
Fazit:
Es war wirklich eine Dreamtour, von Anfang bis Ende. Gemeinsam haben wir über 4000 Kilometer zurückgelegt. Unfallfrei und Bussenfrei, vor allem aber immer bei bester Laune, durften wir dies Alles geniessen. Wir haben in kurzer Zeit viel gesehen und gemeinsam erlebt! Es wird viel länger dauern, dies alles zu verarbeiten. Ganz sicher aber werden viele Eindrücke unvergesslich in unserer Erinnerung verweilen!
Thank’s it was great!