Ranzamottis
2014
Deutschland 5. bis 14. Juni 2014
Insgesammt haben wir eine Strecke von 2’805 km zurückgelegt.
Nussbaumen - Raum Nürnberg
Freitag 5. Juni 2014 1. Etappe Nussbaumen - Raum Nürnberg ca. 480Km
Treffpunkt ist wieder bei Roli! Sandy bringt wie immer Gipfeli zur obligaten letzten Lagebesprechung, an welcher das definitive Reiseziel, je nach Wetterlage, festgesetzt wird.
Um 08.30 starten wir wie geplant gegen Norden. Rügen soll der Kehrpunkt werden. Das Wetter scheint diesmal zu passen. Via Schwarzwald und schwäbische Alp, das bayrische Vorland geht es zu den Franken in den Raum Nürnberg. In Messkirch gibt's den ersten Kaffeehalt mit viel süssem Gebäck. Nach Ulm geht es auf kleinen Landstrassen durch Wälder Wiesen, kurvig, durch die schöne Landschaft Richtung Würzburg. Entlang von kleinen Seen durch Franken nach Allersberg in den Gasthof Seehof. Das erste "Fyrobig-Bier" geniessen wir, bevor im Goldenen Löwen typisch fränkisch getafelt wird. Zum Tagesabschluss stossen wir noch mit 1 bis max. 2 Ramazottis auf unsere diesjährige Tour an. Der Auftakt ist gelungen, ein toller Tag!
Samstag 6. Juni 2014 Allersberg - Saalfeld ca. 360Km
Bis auf 2 Biker sind alle pünktlich zum Frühstück (vermutlich Weckerproblemel). Trotzdem starten wir kurz nach 9.00 Uhr zur Rundfahrt durch die fränkische Schweiz. Neumarkt, Hersbruck Neuhaus a. d. Pegnitz bis Betzenheim werden am morgen angefahren.
Ausgewaschene Felsformationen im Tal der Pegnitz lassen uns bald wissen, woher der Namen "Fränkische Schweiz" stammt! Lm Städtchen Betzenstein ist bei schönsten Wetter Mittagsrast.
Mit tatkräftiger Unterstützung von Mr. Navi geht es dann durch Oberfranken. Fast einsam geniessen wir die Fahrt über Hügel und durch grosse Wälder Richtung Bug bei Bamberg. Hier machen wir Halt bei einem Freund von Martin auf dessen Campingplatz.
Weiter geht es danach in den Thüringer Wald und somit auch ins Gebiet der ehemaligen DDR. Nur noch die grossen Wachttürme zeigen, wo einst die Grenzbefestigungen verliefen. Auf wirklich schönen Strassen geht es nach Saalfeld.
Im Hotel Anker beziehen wir heute etwas später als normal um halb Acht, direkt neben dem Marktplatz, unser Nachtlager. Heute gibt's Montepulciano statt Trollinger.
Trotz des etwas "süssen Kellner's" war es ein lustiger Abend. Ein Teil der Gruppe prüfte noch, den am Nachhauseweg liegenden Pub, bevor alle rechtzeitig unter die Decke krochen!
Sonntag 7. Juni 2014 Saalfeld - Hasselfelde - Quedlinburg ca. 240Km
Gemütliches Frühstück um 8.00 Uhr. Kurz nach 9 Uhr starten wir unsere Rösser und fahren erst mal allgemeine Richtung Weimar. Durch Wälder und zunehmend durch riesige Flächen Kulturland fahren wir ein rechtes Stück dem Flüsschen ILM entlang. Kaffeehalt in Bad Berka. An den ersten beiden Tagen hatte es noch Sonne und Wolken, heute ist es definitiv nur noch blau und heiss!
Bevor wir in Bilzigsleben bei einer Fischzucht mit Gartenbeiz, Mittagsrast halten durften, konnten wir am eigenen A..."erfahren", wie die Strassen in Ostdeutschland waren (Betonplatten und Kopfsteinpflaster).
Sehr leckere Forelle in allen Variationen war fast ein muss!
Nach der Pause kamen uns die alten Ossi-Strassen zu Hilfe, sorgten diese doch für einen guten Setzungsprozess! über lange Hügelzuge fahren wir weiter durch den Harz. Bei Kyfferstedt ging es über den Rennsteig, den wohl einzigen kurvenreichen Berg im Einzugsgebiet bis Hamburg!! An dessen nördlichen Seite machten wir Halt um den Hobbyrennfahrern zuzusehen. Tell's Rad an Rad wird hier den Berg zu Hunderten "raufgebrettert".
Bei hitzigen Temperaturen geht es nach Hasselfelde zur Westernstadt wo wir übernachten wollen.
Trotz "Connection's” von Res ist aber nichts mehr frei! Wir fahren deshalb nach kurzer Besichtigung des Saloon's weiter gen Norden. In Ouedlinburg finden wir nach 2-3 Versuchen dann, trotz den Festspielen auf der Burg, noch eine Pension. Muttchen ist hier ganz klar die Chefin!!! Bier im kühlen Keller!! Abendessen in der Stadt, wobei dor erste Vorsuch etwas zu Essen, abgebrochen werden musste! Der 2. Anlauf klappt besser und in einem Restaurant mit Innenhof wird unser Hunger bestens gestillt.
Auf dem Rückweg durch die Stadt genehmigten wir uns für die nötige Bettschwere noch einen JB oder so!
Montag 8.Juni 2014 Quedlinburg - Schwerin ca. 310Km
Heute wird zeitig Frühstück gehalten. Schon vor 9.00 Uhr worden die Motoren angeworfen.
Über die in auslaufenenden Hügelzüge des Harzes geht es weiter nordwärts. Riesige Ackerflächen prägen das Landschaftsbild. Auch sehen wir alte Kombinatsgutshöfe die teilweise am verfallen sind. Traktoren der Marke "Fortschritt" sind aber noch heute am Werk! Immer öfter fahren wir durch Alleen welche uns an diesem heissen Tag angenehmen Schatten spenden. Bei Ampelnhalten aber brennt die Sonne so richtig auf die Birne!!
In Dannenberg ist Mittagsrast. Diese fällt heute richtig lange aus. dies wegen der "qualitätsbedingten Frischzubereitung"! Trotz der langen Wartezeit wird dann aber nicht alles serviert, was wir bestellt haben!!
Über in lange Geraden fahren wir am Rande der Lüneburger Heide weiter Richtung Schwerin! Vorbei an stillgelegten Kohlegruben und der alten Grenze zwischen Ost*West, durch Felder mit Strassen welche nur aus zwei Betonstreifen a je ca. 60 cm bestehen, kommen wir gegen Abend in Schwerin an. Gerade als wir ein Hotel zur Nächtigung gefunden haben, legt ein Gewitter los! Nass werden jedoch nur die Maschinen und de Frunzü
Nachtessen im "Alten Stadtkrug". Den Schlummi nehmen wir beim "Schorsch”, wo Urs von diesem dann prommt auch mit einer Armbinde von dor Ostarmee zur U.V.D. befördert wird (Ulknudel vom Dienst).
Zurück im "Mercure" musste dann Res mit Alessio noch kurz etwas wichtiges klären, die Details entziehen sich jedoch unseren Kenntnissen!!!
Dienstag 9. Juni 2014 Schwerin - Rügen/Binz ca. 250Km
Nach reichhaltigem Frühstück geht es heute um 9.00 Uhr wieder los. Auf noch teilweise nassen Strassen geht es durch lange Eichenalleen Richtung Wismar an die Ostsee. Am alten Stadthafen dieser schmucken Stadt bestaunen wir die vielen Auslagen an Fischbrötchen auf den, zu Marktständen umgebauten. Fischkuttern. Einen Rollmop's oder ähnliches mag dann aber doch noch niemand probieren!!!
Bald fahren wir durch die leicht hügelige Landschaft nach Rostock. In dieser wunderschön renovierten Stadt mit hanseatischem Flair, wieder bei vollem Sonnenschein, gibt es Pizza + Pasta, damit wir bis Rügen nicht verhungern!
Gestärkt geht es dann, entlang der Küste, hinter Dünen und Deichen, im Kolonnenverkehr, Richtung Stralsund. Einen Halt legen wir noch in einem Ostseebad ein, nur um nicht auszutrocknen! Durch Föhren- und Birkenwälder gelangen wir nach Stralsund. Hier führt uns die imposante Brücke in hohem Bogen auf die Insel Rügen, wo wir über Bergen auf Rügen schliesslich nach Binz gelangen. Im Kurhotel finden wir nach längerer Suche schliesslich unsere teuerste Unterkunft dieser Tour. Der Eindruck, dass hier die Funktionäre der ehemaligen DDR ein kleines Paradies zur Verfügung hatten, wird gefestigt!! Abendessen am Boulevard gleich um die Ecke vom Hotel in einem gemütlichen Restaurant, inkl. Schlummi + Ramazotti.
Mittwoch 10. Juni 2014 Binz - Frankfurt/Oder ca.375Km
Nach einem Gewitter in der Nacht starten wir gegen 10 Uhr, bei relativ bedecktem Himmel und einigen Tropfen, unsere neue Tagesetappc. Auf der Nordostseite der Insel fahren wir auf "Ostchaussee" und kleinen Strassen wieder Richtung Festland.
Bei Garz nehmen wir die Fähre, setzen über, und fahren Richtung Greifswald. Von nun an immer südwärts. Beim Dom in Greifswald machen wir, bei wieder sonnigem und warmen Wetter, unseren Kaffeehalt.
Weiter geht es dann, quasi hinter Berlin durch, entlang der polnischen Grenze, Richtung Frankfurt/Oder. Mittagshalt irgendwo ausserhalb eines Dorfes bei einer Imbissbude. Es ist sehr angenehm im Schatten des lichten Waldes rasten können, denn die Sonne brennt inzwischen wieder vom Himmel! Unsere Tour führt heute durch viele Wälder, bestehend vor allem aus Birken und Pappeln. Auf den letzen ca. 100 Km merken wir, dass die Unwetterlage, welche im Westen Deutschlands tobte, in auch im diesem Gebiet seine Auswirkungen hat. Am Himmel rechts unserer Fahrrichtung ziehen Wolken auf, böhige Windstösse machen sich bemerkbar.
Am Zielort Frankfurt ist aber wieder alles vorbei! So begeben wir uns auf die (lange) Suche nach einem Hotel in dieser Industriestadt, welche so gar keinen Charme auf uns versprühen will!
Nach etlichen Anläufen finden wir dann in der Nachbarstadt eine "gute Adresse". Da wir eher spät dran sind, wird das Duschen (in Etappen) auf später verschoben, da sonst die Küche schon geschlossen sein könnte! Nach gemütlichem Zusammensein und Verarbeitung der Tageseindrücke, geht es gestaffelt, je nach Bedarf, zu Bett.
Donnerstag 11. Juni 2014 Frankfurt/Oder - Annaberg/Buchholz ca. 320Km
Schönes Wetter! Zum gewohnten Zeitpunkt geht es wieder in die Sättel. Richtung Lübben, durch Wiesen und Waldlandschaften, am Anfang eher etwas langweilig, da meistens geradeaus, geht es weiter südwärts! Kaffeehalt irgendwo unterwegs, wo wir schon bald links abbiegen und, durch Ausläufer des Spreewaldes (meistens Föhren), weiter Richtung Herzburg fahren. Hier wird beim Italiener (mit mazedonischer Abstammung) Mittagsrast gehalten. Der Kellner kannte alle unsere Nati- Spieler, damit war Fussball wieder ein Thema, schliesslich beginnt ja in Kürze gerade die WM.
Nach einer guten Weile Fahrt, wird die Strecke wieder interessanter, schliesslich nähern wir uns dem Erzgebirge. Hügelzüge am Horizont lassen unsere Vurfreude auf die Kurven steigen. Schon bei der ersten Rampe hinauf ins Erzgebirge treffen wir auf ein altes Bergwerk. Im Restaurant nebenan schieben wir einen Stundenhalt ein. In Annaberg/Buchholz. einem idyllischen Städtchen am Fusse des Erzgebirges wird das Nachtlager bezogen. Im Kartoffelkeller unseres Hotel’s, "nomen est omen" Wilder Mann, beschliessen wir eine weitere gelungene Tagesetappe. Früh geht es heute unter die Decke, Sperrstunde ist hier um 23.00 Uhr!!!!
Freitag 13. Juni 2014 Rothenburg - Rottweil am Neckar ca. 280Km
Gut verpflegt geht es auch heute wieder um kurz nach 9 Uhr auf die Bikes. Durch Unterfranken geht es Richtung Schwabenland. Via Schwäbisch Hall + Gmünd geht es in durch die weite Landschaft. Bald wird es wieder hügeliger und auch kurvenreicher. So gelangen wir in das Land der Hohenzollern. In Lenningen bei Bad Urach ist Mittagsrast. Die grossen Talschaften im Raum Stuttgart passieren wir auf Schellstrassen. Die letzten Kilometer kommen wir deshalb zügig voran, sodass wir, für unsere Verhältnisse, recht früh in Rottweil einfahren. Nach kurzer Suche finden wir eine Bleibe für Nacht.
Das letzte "Fyrobig-Bier" dieser Tour genehmigen wir uns im Garten vor unserem Hotel und geniessen noch Sonne und Wärme. Duschen und schmincken, dann geht es zum letzten gemeinsamen Abendmahl dieser Tour.
In einer kleinen Gartenbeiz, gleich bei der Brücke am Eingang zur Altstadt, lassen wir uns auf italienisch bedienen, einzig Sandy kann das Heimweh nicht mehr unterdrücken und bestellt einen Wurstsalat "Schweizer Art". Sogar Serviceverstärkung wird hier aufgeboten um uns rechtzeitig zu bedienen!
Zum Schlummi dann der Besuch eines Pup's mit Bar und grossen Fernsehern (WM). Es wird heute nicht sehr spät! Mag sein, dass die Stunden im Sattel der ganzen Reise ihren Tribut zollen, oder aber der heutige Freitag "der 13. mit Vollmond"?!
Samstag 14. Juni 2014 Rottweil - Home ca. 190Km
Gut verpflegt starten wir auch am letzten Tag der Deutschland - Tour zur gewohnten Zeit. Dieser letzte Abschnitt führt uns durch den Hochschwarzwald über viele Höhen und Täler. Über die Friedrichshöhe fahren wir schliesslich zum Titisee. Nach dieser letzten Rast geht es über Waldshut/Koblenz nach Hause. Dieser Morgen war eher kühl! Das Wetter entsprach in etwa demjenigen, als wir zur Tour gestartet sind!
Ein letzter kurzer Halt nach dem Zoll zum verabschieden, dann geht es. bis auf ein Grüppchen, das noch den Steinenbüehl ansteuert, nach Hause.
Eine lange Reise mit vielen neuen Eindrücken ist zu Ende!
Hatten wir auch teilweise lange Etappen in den Sätteln zu verbringen, es war eine gute Reise! Alle konnten sich vom stressigen Alltag trennen und gut erholen.
Zu erwähnen bleibt letztlich noch, dass wir, ausser dem abendlichen Gewitter in Schwerin, nur 2-3 Tropfen von unseren Helmvisieren wischen mussten! Kein einziges wirkliches technisches Problem musste behoben werden, dies trotz der vielen passierten "Ost-Chausse’s".
The Ranzamottis waren auf Rügen!
Auf geht's zu neuen Taten!
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